Wer nach Südafrika reist, erwartet in erster Linie exotische Tiere sowie Naturschönheiten zu sehen. Die beste Gelegenheit dazu bietet sich in einem der zahlreichen Nationalparks und in den privaten Wildschutzgebieten.
Wir präsentieren Ihnen hier die wichtigsten und beliebtesten, südafrikanischen Parks. Die meisten Parks verfügen über schön angelegte Restcamps und in einigen Nationalparks stehen auch luxuriöse Lodges als Unterkunft zur Verfügung.
Südafrika
Addo-Elephant-Nationalpark
Tief im Dickicht des Buschvelds der Sundays-River-Region im Eastern Cape erstreckt sich der Addo-Elephant-Park. Das Naturparadies der grauen Dickhäuter liegt nur 72 km von Port Elizabeth entfernt. Heute streifen über 200 graue Riesen durch das intakte Ökosystem des Addo-Parks. Vom klassischen Game Drive im Mietwagen bis zur geführten Pirschfahrt bei Nacht hier ist das gesamte Safari-Programm möglich. Aktive Parkbesucher können von unterschiedlichen Wanderwegen des Parks profitieren. Tagesbesucher sind im Park willkommen. Es bietet sich auch die Möglichkeit, im Park zu übernachten.
Augrabies-Falls-Nationalpark
Die Augrabies Falls stürzen etwa 120 km westlich von Upington über sechzig Meter in die Tiefe. Die Umgebung der gigantischen Wasserfälle und die tiefe Schlucht des Orange River stellen einen Nationalpark dar, dessen raues, fast unwirkliches Erscheinungsbild einer Mondlandschaft ähnelt. Begeisterte Wanderer begeben sich auf einen der Wanderwege, Abenteuerlustige gar bezwingen die Schlucht im Kanu oder auf dem Mountainbike. Zwischen März und Oktober sind die Temperaturen am angenehmsten. Übernachtungsmöglichkeiten bietet das Augrabies Rest Camp.
Knysna National Lake Area
Das Naturschutzgebiet Knysna National Lake Area befindet sich unmittelbar an der beliebten Garden Route. Inmitten dieser Idylle liegt der malerische Küstenort Knysna. Die Knysna Lagoon eingeschlossen von gigantischen Sandsteinfelsen, den Knysna Heads ist das Herzstück dieser traumhaften Landschaft. Das Naturschutzgebiet ist Heimat vieler Meerestiere. Zu diesem einzigartigen Ökosystem gehören ebenfalls dichte Wälder sowie Flüsse und Seen.
Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark
Afrikas erster grenzüberschreitender Nationalpark, der zwischen Südafrika und Botswana auf 36000 km2 Kalahari pur bietet. Die Region ist vor allem berühmt für ihre schwarzmähnigen Kalahari-Löwen, die neben Geparden, Schakalen und diversen Antilopen in den pittoresken roten Dünen leben. Man kommt in diesen Park, um Wildtiere zu beobachten, ob im eigenen Fahrzeug oder auf geführten Pirschfahrten. Abenteuerlich ist der dreitägige Nossob 4 x 4 Eco Trail für Offroad-Fahrer. Drei Restcamps bieten Übernachtungsmöglichkeiten im Park an.
Karoo-Nationalpark
Der 65000 ha grosse Karoo-Nationalpark liegt im Herzen der Halbwüste Grosse Karoo. Es ist ein herbes Paradies mit bizarren Felsen, zerrissenen Plateaus und der vielfältigsten Halbwüstenflora der Welt: Über 900 Arten von Sukkulenten wachsen hier. Freunde des Offroad-Vergnügens wagen sich auf den Karoo 4 x 4 Trail. Zwei Nature-Trails durchziehen den Park und laden zum Wandern ein. Die Cottages und Bungalows im Hauptcamp des Parks bieten Übernachtungsmöglichkeiten in authentischer Karoo-Idylle.
iSimangaliso Wetland Park
60 km langes Küstengebiet mit den weltgrössten bewaldeten Dünen, tropischen Pflanzen und einer erstaunlichen Vielfalt an Tieren: Eine sehr grosse Nilpferd-Population, Hunderte von Vogelarten, Krokodile und Geparde. Das Gebiet ist zudem berühmt für seine fantastischen Tauchreviere.
Mountain-Zebra-Nationalpark
Nahe dem historischen Städtchen Cradock liegt der Mountain-Zebra-Nationalpark inmitten der Grossen Karoo. Schroffe Berge wechseln sich mit Hochebenen und tiefen Tälern ab. Ein idealer Zufluchtsort für die bedrohten Cape Mountain Zebras. Hier lässt es sich mit dem eigenen Mietwagen auf Pirschfahrt bequem vorankommen oder man durchstreift die imposante Landschaft zu Fuss. Im Park kann in schön gelegenen Häuschen für Selbstversorger übernachtet werden.
Namaqua-Nationalpark
Der Namaqua-Nationalpark befindet sich an der Westküste, entlang der Route nach Namibia. Das Namaqualand ist bekannt für seine alljährlich im südafrikanischen Frühling (August, September) blühenden Wildblumen. Etwa 3500 farbenprächtige Pflanzenarten verwandeln die Küstenlandschaft in ein sich zum Horizont erstreckendes buntes Blumenmeer. Kulisse dieses faszinierenden Naturschauspiels sind gigantische Granitausläufer. Zahlreiche kurze Wanderwege verführen dazu, das Auto stehen zu lassen und die Entdeckungstour zu Fuss fortzusetzen.
Richtersveld-Nationalpark
Der 1620 km2 grosse Richtersveld-Nationalpark ist ein Geheimtipp für Freunde extremer Naturgegensätze. Er ist in Südafrika und Namibia gelegen. In dem harschen, trockenen Land an der Grenze zu Namibia regieren einzig und allein die Naturgewalten. Des unwegsamen Geländes wegen, ist ein Vorankommen nur mit Allrad-Fahrzeugen möglich. Den Besucher erwartet eine fantastische, karge Bergwüsten-Landschaft mit der weltweit grössten Sukkulentenkonzentration. Zwischen Juni und Oktober, wenn es geregnet hat, verwandeln sich Teile der Richtersveld- Region in farbenprächtige Blumenmeere.
West-Coast-Nationalpark
Die Küste des West-Coast-Nationalparks, der sich etwa 100 km nördlich von Kapstadt erstreckt, scheint unberührt. Der zentrale Punkt dieses Nationalparks liegt bei der Langebaan Lagoon. Tausende Seevögel nisten auf geschützten Inselchen, unberührte Sandstrände erstrecken sich endlos und ausgedehnte Salzmarsche sind Ziele der Zugvögel, die im Winter aus der nördlichen Hemisphäre hierherziehen. Während des südafrikanischen Frühlings (August, September) erscheint das Strandveld mit einer wahren Blumenpracht überzogen.
Wilderness-Nationalpark
Im Herzen der Garden Route liegt das Feuchtgebiet des Wilderness-Nationalparks. Flüsse, Seen, Moorlandschaften und Strände, eingerahmt von üppigen Wäldern und hohen Bergketten, charakterisieren die Natur des Parks. Im Frühling (August/September) sind die Seen von farbenprächtigen Blumenteppichen umgeben. Naturpfade ziehen sich an den Ufern der Flüsse entlang und durch den dichten Küstenwald. Der Park ist ideal zum Wandern oder zum Kanu fahren. Es gibt zwei Rest Camps im Park, die jeweils mit rustikalen Bungalows und Hütten ausgestattet sind.
Royal-Natal-Nationalpark
Der Royal-Natal-Nationalpark ist der höchstgelegene Park. Die Drakensberge sind berühmt für das Amphitheater, eine gewaltige Felswand und den 3282 m hohen Gipfel des Mount-aux-Sources. Es gibt ausgezeichnete Wanderwege und zahlreiche Felsmalereien sind zu entdecken.
Tsitsikamma-Nationalpark
Der malerische Küsten-Nationalpark liegt an der Garden Route. Das Naturparadies erstreckt sich rund 80 km unmittelbar der Küste entlang und weitere 5 km ins Meer hinein. Hier fühlen sich Delfine und mächtige Grauwale in ihrem Element, letztere kommen zwischen August und November zum Paaren hierher. Der Park ist für ausgiebige Küstenwanderungen prädestiniert. Die wohl bekannteste Wandertour ist der fünftägige Otter Trail, aber auch kürzere Wanderungen bescheren unvergessliche Naturerlebnisse in der Kulisse des rauschenden Ozeans auf der einen und der dichten Wald- und Fynbos-Vegetation auf der anderen Seite. Zwei Restcamps liegen inmitten des Naturschutzgebietes.

